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Alle haben die Münzer-Gesellenprüfung bestanden

Rothenburg – Zu einem ganz besonderen Projekt sind kurz vor den Sommerferien 2021 die „Münzer von Rothenburg ob der Tauber“ eingeladen worden: die Förderschule in Rothenburg hat gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, ihren Kindern aus allen Klassen das Prägen von Geld zeigen zu können.

Gar keine Frage: wir kamen gern und haben mit unserer Münzspindelpresse und der Hammerpräge gezeigt, wie wir echtes Geld, nämlich den „Rothenburger Kupferpfennig“ prägen. Davor gab es mit einer manuellen Powerpoint-Präsentation in aller Kürze viel Wissenswertes rund um die Fragen, wie Geld vor 400 Jahren hergestellt wurde.

Diese besondere Präsentation durften die Kinder selbst bedienen. Es waren viele große Bilder und altersgerechte Informationen, die „Münz-Meister“ Jochen Ehnes gemeinsam mit seinem „Münzer-Gesellen“ Heiko Moll den Kindern kurzweilig vorgestellt haben.

Der „Rote Faden“ des Projekts war die Suche nach neuen „Münzer-Gesellen. Und da ist es „natürlich“ notwendig, auch praktisch zu sehen und zu erleben, wie man Geld auf der großen und schweren Münzspindelpresse macht. Alle Kinder bekamen dazu eine Münzerschürze an und durften unter Anleitung ihren „Rothenburger Kupferpfennig“ selbst machen. Man hat übrigens mit diesem Geld ab dem Jahr 1622 tatsächlich in und um Rothenburg bezahlen können. Das ist natürlich was ganz Besonderes.

Die Kinder waren sichtlich stolz auf „ihr“ selbstgeprägtes Geld.

Ganz toll war, dass selbstverständlich alle Kinder die Gesellenprüfung bestanden haben. Alle bekamen eine Urkunde, in der stand, dass sie ab sofort und auf Lebenszeit den Ehrentitel „Münzer-Geselle“ tragen dürfen.

Nicht nur für den Leiter der Förderschule Rothenburg, Ludwig Herz, und sein kompetentes und einfühlsames Fachpersonal war dieses erste Schulprojekt der „Münzer von Rothenburg ob der Tauber“ ein Highlight im zu Ende gehenden Schuljahr.