Münzsorten

Deut

Der Duit war eine kleine holländische Münzeinheit, die unter dem eingedeutschten Namen „Deut“ auch in Deutschland kursierte. Der Name ist abgeleitet von altnordirsch „thveita“ = abhauen, „thvit(i)“ = abgehauenes Stück. Die Redensarten wurden Anfang des 18. Jahrhunderts im Deutschen Sprachgebrauch übernommen, z.B. „das ist keinen Deut wert“, ich kümmere micht keinen Deut darum“, „er ist um keinen Deut besser“

Scherf(lein)

Das Scherflein, auch Schärff, Helbing, Goßler, Halmköppchen genannt, war eine Sächsische und Niedersächsische Scheidemünze; 24 Schärflein = 1 Schilling. Das Wort ist entstanden aus dem Althochdeutschen „scarbón“, mittelhochdeutschen „scherben“ = in kleine Stücke schneiden. „Sein Scherflein beitragen“: einen kleinen Beitrag leisten (im geistigen wie im materiellen Sinn)
Biblisches Gleichnis der Witwe.

 

Pfennig

Kleine (deutsche) Währungseinheit. In Preußen galt seit 1821 1 Thaler = 328 Pfennige.

Heller

Nach der Münzstätte Schwäbisch Hall (ca. 50 km von Rothenburg entfernt), wo seit ca. 1230 die „Haller Pfennige“ geschlagen wurden. 12 Heller = 2,5 Pfennige, 540 Heller = 1 Gulden.

Kreuzer

1 Gulden = 60 Kreuzer

„Keine Kreuzer (kein Geld), keine Schweizer“
Die Redensart dürfte in der Zeit entstanden sein, als an vielen europäischen Höfen Schweizer Söldnergarden gehalten wurden, die sehr auf pünktliche Bezahlung erpicht waren; wurde der Sold nicht bezahlt, erachteten sie sich als gekündigt. Als 1521 Franz I. bei der Belagerung von Mailand durch Karl V. seine Schweizer Söldner nicht mehr bezahlen konnte, sollen die sich mit den Worten „Kein Geld, keine Schweizer“ empfohlen haben.

Schwäbische Redensart: „Dear thät sich um einen Kreuzer den Finger im Arsch abbrechen.“

 

entnommen aus:
Münzen in Brauch und Aberglauben
Germanisches Nationalmuseum
zur 100-Jahrfeier des Vereins zur Münzkunde
Verlag Philllip von Zabern, Mainz am Rhein, 1982
S. 230 ff.