Festspiel-Abend mit Ehrungen

Positives Zeichen gesetzt


Die stellvertretenden Vorsitzenden und Vorstandsmitglieder des Hist. Festspiels „Der Meistertrunk“, Josef Baumann, Markus Friedlein, Carola Siegmund, Barbara Schmidt und weitere Mitglieder des kürzlich neu gewählten Vorstandes und Hauptausschusses haben neue Wege beschritten: es sollte erstmals einen Abend geben, an dem nicht nur die sonst „üblichen verdächtigen“ Jubilare geehrt werden sollten. In den Fokus kamen zum ersten mal – und zu Recht – auch Menschen, die sich für die Belange des Meistertrunk einsetzen, jedoch in der Regel im Hintergrund agieren. Und das war gut. Richtig gut.

Geehrt wurden an diesem Abend viele Menschen, die sich in unterschiedlicher Weise im und für den Meistertrunk engagieren: Männer und Frauen aus verschiedenen Gruppen des Festspiels. Und Menschen, die sich im Hintergrund zum Teil seit Jahrzehnten in ihrer Freizeit für den Meistertrunk und somit für das Gemeinwohl engagieren.

Hoch anzuerkennen

ist den neuen Vorstandsmitgliedern, dass sie ihre Vorgänger bewusst in die Ehrungsfeier einbezogen hatten. Trotz der Spannungen der letzten Zeit hatten die neuen Vorstandsmitglieder hohen Respekt vor der Arbeit ihrer Vorgänger. Und sie zollten ihnen für ihre langjährige Arbeit echte Anerkennung und sagten ihnen für ihre geleistetete Arbeit ganz bewusst „Danke“.

mt-ehrungsabend-10-2016_joe_211800x500Neben vielen Frauen und Männern, die seit 20, 30, 40 und 50 Jahren aktiv dabei sind, wurden auch Personen geehrt, die zum Teil über viele Jahre im Meistertrunk aktiv waren – und sich kürzlich aus unterschiedlichen, meist gesundheitlichen, Gründen aus dem Meistertrunk zurückgezogen haben.

Es gab dann auch noch eine besondere Ehrung: Rudolf Probst wurde – wohl als derzeit dienstältestes Mitglied des historischen Vereins – für 63 (dreiundsechzig) Jahre Zugehörigkeit zum Meistertrunk geehrt. Deshalb gab es für Rudolf Probst zu Recht auch „standing ovations“, wie unser Bild hier eindrücklich dokumentiert.

Lange überfällig

Die aufwändig gestalteten Urkunden, die liebevoll hergerichteten Geschenkkörbe, die Anstecknadeln in unterschiedlicher Größe und Material, die dem Anlass dienliche und gefällige Tischdeko, die Sitzordnung (Geehrte, Vereinsmitglieder, Sponsoren, Menschen aus der Stadtverwaltung, dem Stadtrat und Gruppenmitglieder vereint an einem der vielen großen Tischreihen), die zwei Scheiben Schweinebraten auf jedem Teller: all das waren – dem Anlass entsprechend und finanziell durchaus nach vielen Jahren anderer Schwerpunktsetzung geboten – äußere Symbole, die erkennen ließen, dass sich die Mitglieder der neuen Vorstandschaft des Meistertrunks ihrer engagierten Mitglieder bewusst sind.

Neueste Informationen aus erster Hand belegen, dass die Initiatoren des Ehrungs-Abends innerhalb sehr kurzer Zeit Sponsoren aquiriert haben, die diesen Abend zu großen Teilen materiell und finanziell unterstützt haben. Somit ist augenscheinlich uninformierten Leserbriefschreibern und argumentations-resistenten Mitgliedern des Vereins der Wind aus den Segeln genommen. Und es gab Geehrte, die sinngemäß sagten: „Die Urkunde ist mir nicht wichtig. Aber das Zeichen von euch (Initiatoren) ist mir wichtiger und tut gut“.

Antriebsfeder ist der Neuafang

Es war von Anfang an in vielen Details erkenn- und spürbar: Dankbarkeit, Wertschätzung und der erklärte Wille zum Neuanfang waren und sind die Antriebsfeder der Initiatoren, die diesen Abend aufwändig, professionell und glaubwürdig uneigennützig für verdiente Mitglieder des Meistertrunks organisiert hatten. Keine/r der Organisator/innen stellte sich in den Vordergrund. Alle agierten bewusst und bescheiden im Hintergrund. Die Gäste und die zu Ehrenden waren unverkennbar die Hauptpersonen.

Es ist der richtige Weg, den die neuen Vorstandsmitglieder hier beschreiten.

Hatte es in der letzten Zeit vereinsintern Kommunikationsprobleme gegeben, ist es das erklärte und erkennbare Ziel des neuen Vorstands-Teams, darauf zu achten und alles dafür zu tun, aus den verschiedenen Gruppen wieder eine „Festspiel-Familie“ zu machen.

Ein Ansatz, der – und das ist allen Aktueren bewusst – nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Aber die geladenen Gäste haben das verstanden. Und sie wurden von der neuen Vorstandschaft gebeten, diesen Gedanken „hinaus zu tragen in die Gruppen“, so Carola Siegmund, Vorstandsmitglied und dort verantwortlich für die interne Verwaltung.

Der Abend wurde musikalisch gestaltet vom „Losen Haufen“, der spontan auch noch zum Schluss das eine oder andere historische Lied zum Vortrag brachte. Und alle Gäste und Geehrten sangen aus voller Kehle und Inbrunst mit.

Bleibt zu hoffen, dass sich der Meistertrunk mit seinem seit 1881 guten und bundesweit mittlerweilen seltenen Volksschauspiel nicht wegen persönlicher Sandkastenkriege unnötigerweise ins „Aus“ schießt.

Jochen Ehnes

 

Ergänzend seien die Artikel des „Fränkischen Anzeigers“ vom 08.03.2016, 18.10.2016 und 19.10.2016 erwähnt und verlinkt.


Hier gibt es ca. 300 Fotos vom Ehrungsabend.

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